Vortrag von Frau Diana Finkele

08.09.2013

Sie hatte kein Glück mit ihren Männern: Gräfin Walburg(is) von Neuenahr-Moers. Ihren ersten Mann köpften die Spanier, der zweite kam bei einer Pulverexplosion ums Leben. Vor rund 400 Jahren lebte die Gräfin im Moerser Schloss. Heute empfängt sie die Besucher und geleitet sie als Projektion durch das Grafschafter Museum.

 

Herzlich willkommen meine Damen und Herren, sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrter Herr Bürgermeister, zur Eröffnung des Moerser Schlosses.

1225 erschütterte die Ermordung des Kölner Erzbischofs Engelbert von Berg die Region, ein halbes Jahrhundert später krachten die Mächtigen der Region mit ihren Gefolgsleuten in der Schlacht bei Worringen aufeinander. Erbfolgestreitigkeiten und blutige Fehden ließen die Region selten zur Ruhe kommen. Die Herren von Moers waren in all diese Ereignisse verwickelt. Sie verstanden es aber, im hohen und späten Mittelalter durch geschickte Bündnispolitik aufzusteigen. Dies zeigte sich auch am Ausbau ihrer Burgen und Städte.

Lange bevor man von den Herren von Moers hörte, war das Gebiet um Moers aber besiedelt. Eine Zeit der kulturellen Blüte kam mit den Römern. Sie brachten viele Innovationen an den Niederrhein, auch hohes kunsthandwerkliches Geschick – ein 16-teiliges Glasservice berichtet davon in der Ausstellung: ein gedeckter Tisch für vier Personen im Jenseits.

Einen Scherbenhaufen richteten die „Ungestümen“ - die Franken - mit dem römischen Erbe an. Spätestens im 5. Jahrhundert verdrängten sie die Römer aus unserer Region. Aber aus Scherben und Trümmern kann auch wieder Neues entstehen: Aus Abbruchsteinen des Römerlagers Asciburgium bauten die ersten Herren von Moers den ersten Teil der Moerser Burg – eine Turmburg. Die Reste dieses romanischen Turmes sind im Schlosshof heute noch zu sehen.

Stand Graf Hermann von Neuenahr-Moers in dem Ruf - zumindest in seinen jüngeren Jahren - ein guter Zecher gewesen zu sein, achtete spätestens Gräfin Walburg(is) darauf, dass alles maßvoll geschah: Vormittags zur elften und nachmittags zur fünften Stunde blies die Turmwache zum Essen. Doch spätestens nach einer Stunde klopfte der Burggraf – ein Bediensteter der Gräfin – mit den Schlüsseln auf den Tisch. Das war das Zeichen: Das Essen war zu Ende.

Keine Angst, meine Damen und Herren, ich werde jetzt nicht auf den Tisch klopfen, unser Fest zur Schlosseröffnung wird eine ganze Woche dauern.

Mit der Familie von Neuenahr-Moers kam auch neues Gedankengut in die Grafschaft: Die Herren von Neuenahr-Moers standen den neuen Geistesströmungen des Humanismus und der Renaissance nahe. Sie galten als hoch gelehrt, übernahmen diplomatische Missionen für den Kaiser und andere einflussreiche Fürsten.

Auch im religiösen Bereich bedeutete der Machtwechsel große Veränderungen: Wilhelm von Neuenahr-Moers hatte sich zum neuen protestantischen Glauben bekannt, sein Schwiegersohn Adolf war Anhänger der Lehren des Reformators Johannes Calvin. Doch damit geriet Moers zwischen die Fronten der konfessionellen Auseinandersetzungen des 16. Jahrhunderts. Wieder spielten die Herren von Moers in diesem Spektakel europäischer Geschichte eine wichtige Rolle: Der Kölner Erzbischof und Kurfürst Gebhard Truchsess von Waldburg war zum protestantischen Glauben übergetreten und hatte die Stiftsdame Agnes von Mansfeld geheiratet. Adolf von Neuenahr-Moers gehörte zu den eifrigsten Förderern der Affäre. Er stellte dem Paar sogar das Moerser Schloss als „Liebesnest“ zur Verfügung. Adolf wollte erreichen, dass Gebhard trotz seines Konfessionswechsels sein Amt behielt. Damit wäre eine katholische Bastion – das Kölner Erzstift – gefallen.

Dieses Vorhaben rief die stärkste katholische Macht der Zeit auf den Plan: Spanien. Im Sommer 1586 kapitulierte Moers vor den spanischen Angreifern.

Verwitwet, kinderlos, im Exil – die Lage der Moerser Gräfin schien aussichtslos. In dieser Situation setzte Gräfin Walburg(is) ihre letzte Hoffnung auf einen weitläufigen Verwandten: Moritz von Oranien. 1594 ernannte sie den Sohn des Statthalters der niederländischen Generalstaaten zu ihrem Erben. „Unter den Lebenden“ vermachte sie ihm ihre Grafschaft – in der Hoffnung, dass dieser die Grafschaft befreien möge. Moritz von Oranien enttäuschte die Gräfin nicht: 1597 befreite er Moers von den spanischen Besetzern.

Nachdem Moritz von Oranien Moers 1601 in Besitz genommen hatte, begann er, ein Befestigungssystem niederländischer Art anzulegen. Dieses System galt als uneinnehmbar. So befestigte er zunächst das Schloss durch eine fünfseitige, sternförmige Anlage. Nach dem verheerenden Stadtbrand 1605 ließ er ab 1611 Stadt und Schloss von seinem Festungsbaumeister Simon Stevin zu einer einheitlichen Festungsanlage mit vorgelagerten Festungsinseln zusammenfassen.

Während in halb Europa der 80-jährige und blutige 30-jährige Krieg tobte, blieb das oranische Moers durch die geschickte Neutralitätspolitik der Oranier weitgehend von diesen Verheerungen verschont.

Nachdem Moritz von Oranien 1625 ohne legitime männliche Nachkommen gestorben war, ging die Grafschaft Moers an seinen Bruder Friedrich Heinrich über. Ihm folgte sein Sohn Wilhelm II., der schon mit 24 Jahren starb. Nachdem schließlich dessen Sohn Wilhelm III. von Oranien 1702 kinderlos starb, kam eine Tochter Friedrich Heinrichs ins Spiel: Luise Henriette.

Luise Henriette hatte 1646 Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg, geheiratet. Nach dem Tod ihres Bruders und ihres Neffen sollte nun ihr Sohn die Nachfolge in der Grafschaft Moers antreten: Friedrich I., König in Preußen.

Doch nach 100-jähriger oranischer Herrschaft war es den Moersern zu Beginn des 18. Jahrhunderts schwer gefallen, sich an die neuen Machtverhältnisse zu gewöhnen. Insbesondere die „holländischen Freiheiten“ – damit waren Handelsfreiheiten gemeint - hatten die Moerser zu schätzen gelernt. So beklagte noch 1722 der preußische König Friedrich Wilhelm I., dass die Moerser wie die Klever „sehr gut holländisch“ seien.

Obwohl Moers von den großen verheerenden Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts weitgehend verschont geblieben war, gab es immer wieder kriegerische Scharmützel und marodierende und plündernde Truppen suchten die Grafschaft Moers heim. Besonders während des Siebenjährigen Krieges (1756 bis 1763) stöhnten die Moerser Bürger unter den Lasten der Einquartierungen und der Besetzung durch französische Truppen. Das letzte große militärische Ereignis war die Schlacht bei Kloster Kamp am 16. Oktober 1760: Rund 5.000 der 45.000 Kämpfenden überlebten diese blutige Schlacht nicht. Einige der Verwundeten dürften im Moerser Schloss gelandet sein: Hier hatten die Franzosen ein Lazarett eingerichtet.

Trotz der Kriegslasten florierte das niederrheinische Töpferhandwerk und erlebte im 18. Jahrhundert seine Blüte. Die Töpferorte lagen am Westrand der Grafschaft zwischen Hüls bei Krefeld bis Sonsbeck. Hier fanden die Töpfer die geeigneten Tonvorkommen.

Typisch für die niederrheinische Irdenware sind die bunten, oft mit biblischen Motiven verzierten Prunkschüsseln. Sie waren nicht für den täglichen Gebrauch gedacht, sondern schmückten in bäuerlichen Haushalten – anstelle unerschwinglicher Bilder - die Wände.

Hatte das feudale 18. Jahrhundert im Siebenjährigen Krieg sein blutiges Gesicht gezeigt, spiegelt es im Dekorationsstil des Rokoko eine harmlose Verspieltheit der letzten adeligen Epoche vor der Französischen Revolution.

Das Rokokozimmer – die Stuckdecke, Wandvitrinen und die Kaminumrandung stammen aus dem Haus Müser bei Kamperbrück – entführt mit seinem verschlungenen Schnitzwerk in das Jahr 1785. 

Der Rittersaal entstand gemeinsam mit dem heutigen Hauptgebäude des Moerser Schlosses erst im 15. / 16. Jahrhundert: Nachdem die Waffentechnik sich so weit entwickelt hatte, dass dicke Mauern Angreifer nicht mehr abhalten konnten, nutzten die damaligen Burgbewohner – wohl die Herren von Neuenahr-Moers – die vorhandene innere Ringmauer und die äußere Zwingermauer für eine Überbauung. So entstand das heutige Hauptgebäude des Moerser Schlosses und der Rittersaal.

Revolution in Frankreich – diese Nachricht sorgte zwar auch in Moers für Unruhe, doch die Mehrheit der Moerser Bürger war längst zu treuen Anhängern des preußischen Königs geworden. Doch auch ungerufen kamen die Truppen des revolutionären Frankreich und besetzten das Fürstentum 1794. Französisch wurde Amtssprache, neue Maße und Gewichte, sogar eine neue Zeitrechnung und französisches Geld wurden eingeführt. Seit 1798 war Moers Teil des Roer-Departements.

Als die Franzosen aus Moers abzogen und 1815 der preußische Adler wieder am Rathaus angeschlagen wurde, jubelte die Moerser Bevölkerung.

Einen trostlosen Anblick bot das Moerser Schloss zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Ein verfallenes Gebäude ohne Fenster, nur noch mit einer Eingangstür versehen. Der Duisburger Fabrikant Friedrich Wintgens kaufte zu dieser Zeit das marode Gebäude. Wegen Baufälligkeit ließ er den östlichen und südlichen Teil der Schlossgebäude abreißen. Das verbliebene Hauptgebäude wurde zu Wohnzwecken um- und neue Wohnräume angebaut. In einem dieser Gebäudeteile finden Sie das Biedermeierzimmer – die Einrichtung entspricht der Erbauungszeit dieses Raumes.

Etwas später sehen Sie feinsten Dorsch-Leberthran für 1 Mark angeboten, Lachsersatz von Lisners Küchen-Fee und Kathreiner Kneipp-Malzkaffe – der Kolonialwarenladen Jansen in Hörstgen aus dem 19. Jahrhundert bot überwiegend Waren an, die nicht im Ort selbst erzeugt werden konnten. Wer keinen Lebertran für 1 Mark möchte, bekommt hier heute einen Kaffee, Espresso, Capuccino oder Kakao für 1 Euro.

Große Veränderungen brachen mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts herein: Industrielle Produktion und moderne Kommunikationsmethoden wie Telefon und Telegraph begannen das Leben zu prägen. In unserer Region veränderte insbesondere der Bergbau Landschaften und Städte. Menschen aus anderen Regionen suchten Arbeit im Bergbau, die Bevölkerung wuchs, neue Siedlungsformen wie die Zechenkolonien entstanden. Eisenbahn, Straßenbahn, Fahrrad, Motorrad und Automobil ersetzten Kutschen und Pferdewagen.

Wie ein Seismograph hatte Hermann Boschheidgen diese Erschütterungen wahrgenommen und vorausgesehen, dass Zeugnisse der früheren Lebensform bald verschwinden werden. Er begann, Dinge des verschwindenden Alltags zu sammeln – er ist der Begründer des Grafschafter Museums und ich danke dem Grafschafter Geschichts- und Museumsverein ganz herzlich dafür, dass er diese Arbeit fortführt, seine umfangreiche Sammlung dem Museum zur Verfügung stellt und dieses sonst auch in vieler Hinsicht unterstützt. Ich danke Ihnen sehr und hoffe auf weiter fruchtbringende Kooperation.

Eine Puppe in Grafschafter Tracht bekam das Museum zur Eröffnung 1908 geschenkt – das war auch der Beginn eines Sondersammlungsbereiches unseres Museums: Puppenstuben und Spielzeug. Diesen ebenfalls neu gestalteten Ausstellungsbereich finden Sie im Dachgeschoß des Museums. Was Sie dort als „Kulturgeschichte en miniature“ sehen, finden Sie zum Teil einen Raum weiter in Originalgröße: Die Trachtenpuppe und das Puppenhimmelbett leiten in die „Grafschafter Stube“ mit einer Auswahl Grafschafter Trachten und einem großen Himmelbett über.

Vom Dachgeschoss des Schlossaltbaus mache ich nun noch geschwind einen Sprung in das Untergeschoss des Schlossneubaus, denn da erwarten Sie Schießkammern und Schießscharten, ein unterirdischer Fluchttunnel und ein hochmittelalterlicher Lehmkuppelofen – der Ausgrabungsbereich im Foyer des Neubaus hat Spannendes zu bieten:

Imposante hoch- und spätmittelalterliche Mauern, die sich im Schlosshof mehrere Meter unter der Oberfläche befanden, sind nun Teil des glasüberdachten Ausgrabungsbereichs. Spektakulär ist der Fund eines hochmittelalterlichen Lehmkuppelofens. Sein Lackprofil kann am Originalfundort besichtigt werden.

Mit der Wiedereröffnung des Moerser Schlosses ist erstmals der neue Anbau öffentlich zugänglich. Neben einem barrierefreien Zugang bietet er neue Räumlichkeiten, z.B. für Veranstaltungen, Ausstellungen und Museumspädagogik.

Wenn Sie gleich in das Schloss kommen – einige von Ihnen waren fast vier Jahre nicht mehr dort – werden Sie sehen, dass wir Einiges neu gemacht haben, aber auch das Eine und Andere beibehalten haben: Nach wie vor ist der Rittersaal unser größter Veranstaltungsraum im Schloss, weshalb hier museale Präsentation dezent begleitet. Auch das Rokokozimmer, das Biedermeierzimmer und den historischen Kaufladen haben wir - abgesehen von der Einbindung in das Farbkonzept – im Wesentlichen belassen und in den Rundgang eingefügt. Andere Räume sind ganz neu konzipiert. Die ersten fünf Räume der Dauerausstellung haben wir gemeinsam mit Ulla und Wolf Henkel und Jürgen Pankarz gestaltet. Frau Henkel, Herr Pankarz – ich danke Ihnen für die gute Zusammenarbeit. Dank Jürgen Pankarz ist auch unser 2008 geborener Sympathieträger der Moerser Geschichte wieder mit von der Partie: Der Schlosspark-Hase Moritz von Oranien und seine Freunde. Sie entdecken ihn – quasi als Begleitrundgang auf den Texttafeln. Sie begegnen aber auch seiner Leibspeise mehrfach: An mehreren Stationen finden Sie interaktive Möhren – hier können Kinder und Erwachsene ihr Wissen und ihr Geschick testen. Hier klärt sich auch endlich die – zumindest für den Schlosspark-Hasen – alles entscheidende Frage der Moerser Geschichte: Brachten die Römer Möhren nach Moers?

Thomas Schiffer vom Büro für Ausstellungs- und Museumsmanagement hat geduldig Frau Franks und meine Ideen in die – orangene – Realität umgesetzt – herzlichen Dank dafür.

Im Wesentlichen folgt die Ausstellung einem chronologischen Pfad. Dieser wird von Objektzeitfenstern durchbrochen: Die Objektgeschichte des Geldes, des Schlüssels oder des Lichtes finden Sie darin. Mit Präzision umgesetzt hat unsere Idee für uns Peter von Stackelberg von der Firma 3dkonzept – herzlichen Dank an Sie.

So ein Neubau und eine aufwändige Sanierung kosten Geld. Damit es der Stadt Moers nicht ausgeht, prägen wir in der Ausstellung Münzen: Möhrchen. Da es die kleinste Moerser Münze ist, müssen wir eine Weile prägen, bis wir die Baukosten wieder drin haben. Aber eines ist sicher: Einer mag unsere Möhrchen ganz besonders - unser Schlosspark-Hase.

Hätten die ausführenden Baufirmen auf unsere Möhrchen warten müssen, hätten wir wohl Ärger bekommen. So gilt hier dem Land NRW und dem Bund, die die gesamte Baumaßnahme umfangreich finanziell gefördert haben, großer Dank. Da die Wahlkampfkalender allerdings voll sind, kann heute hier leider kein Vertreter des Landes sprechen.

1654 glaubte man, Maria von England, die Mutter Graf Wilhelms III. würde Moers besuchen. Da der Besuch ausblieb, durfte der Schöffe Hertzing das für den Besuch gekaufte Fass Wein selbst behalten – das könnte für den heutigen Tag eine Perspektive sein.

Dass Gräfin Walburg(is) für unsere Ausstellung auferstehen konnte, verdanken wir Eva Müller. Im Abstand von drei Jahren stand sie zwei Mal für uns vor der Kamera – oder besser gesagt: Vor den zwei Kameras, denn wir haben 3D-Aufnahmen gemacht. Eva Müller ganz herzlichen Dank, dass sie sich auf dieses Abendteuer eingelassen hat.

Als Gräfin Walburg(is) sagt sie den Satz: Das Moerser Schloss wird ja nie fertig. Natürlich hat „die Gräfin“ grundsätzlich Recht, aber zum Glück wurde es jetzt doch mal fertig. Gerne vergisst man dann Holzwürmer, Hausschwamm, Blitzeinschläge und Notstromaggregate. Dass es jetzt fertig und – wie ich finde – sehr schön wurde, daran haben viele mitgewirkt: Reiner Ticheloven als Architekt und Sabine Kasper vom ZGM möchte ich jetzt stellvertretend nennen und Ihnen für die gute Zusammenarbeit herzlich danken.

Aber auch der Kulturausschuss und die AG-Schloss haben über Jahre den Neubau und die Sanierung begleitet und geholfen, alles zu einem guten Ende zu bringen – dafür herzlichen Dank an die Mitglieder des Kulturausschusses, an die AG-Schloss und ihre beiden Vorsitzenden Claudia Rennecke und Carmen Weist und an unseren Kulturdezernenten und Ersten Beigeordneten Hans-Gerhard Rötters.

Auch den Firmen, die gerade in der Endphase engagiert mitgearbeitet haben, wie beispielsweise Norbert Thummes oder Jens Knorr, sei herzlich gedankt.

Herzlichen Dank auch an Dirk Wittfeld und die Moerser Blechbläser. Schon vor einigen Jahren hatten wir ausgemacht, dass sie hier zur Eröffnung spielen. Heute ist es so weit!

Eine steht vorne und redet, aber geschafft haben viele. Dies gilt ganz besonders für das Museumsteam. Ohne euer Engagement wäre die Eröffnung heute nicht möglich – ganz herzlichen Dank dafür. Die Organisation des Schlossfestes und des Eröffnungsprogramms liegt federführend bei Sandra Baetzel – ganz lieben Dank für deinen großartigen Einsatz.

Thematisch endet die Ausstellung im Moerser Schloss in der Zeit, in der das Museum entstanden ist – an der Wende zum 20. Jahrhundert. Jenseits dieser Zeitmarke warten spannende und verheerende Ereignisse, denen wir uns als Museum auch stellen möchten. Gerne würden wir dies im ehemaligen Kreisständehaus tun: 80 Prozent Förderung der rd. 4,5 Mio. Bau- und Sanierungskosten stehen uns für die Umsetzung unseres Konzeptes in Aussicht – hoffen darf man ja.

Welche Objekte will man im Museum zeigen? Diese Frage beantworten eigentlich immer wir Museumsleute. Wir wollten aber auch mal wissen, was Schülerinnen und Schüler gerne ausstellen würden. Was würden sie von sich der Nachwelt oder vielleicht Außerirdischen gerne präsentieren? Wir hatten das Glück, dass wir das Projekt Voyager Moers Mission im Rahmen des vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützten Kulturrucksackprojektes realisieren konnten. Die Projektleiterinnen Rebekka Lehmann und Mira Maas gingen als Moderatorinnen in die kooperierenden Schulen. Diesen beiden herzlichen Dank für ihr Engagement. Die erste Kooperationsschule war die Anne-Frank-Gesamtschule. Gleich mit mehreren Klassen ging sie mit uns an den Start. Herzlichen Dank an die Rektorin Frau Gutschek-Rehn, für die Bereitschaft zur Teilnahme, ebenso an die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer und natürlich an unsere Museonauten. Drei dieser Museonauten, werden uns gleich ganz kurz das Projekt vorstellen: Nejla Kadic, Sophie Lenz und Lea Maria van den Berg.

Meine Damen und Herren, freuen wir uns auf das neue Moerser Schloss: Ich danke Ihnen sehr dafür, denn Sie alle haben dies möglich gemacht. Feiern Sie mit uns – heute und die ganze nächste Woche: Ihr neues Schloss!

Rede, gehalten zur Eröffnung des Moerser Schlosses am 8. September 2013. In der Geschichtsschreibung ist die Moerser Gräfin als Walburgis überliefert. Sie selbst zeichnete mit Walbourg, weitere Schreibweisen sind überliefert.

 

 

 

 

 

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